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Tierärzte für alle Tiere: Honigsüße Patienten: Hausbesuch im Bienenkorb

06.11.2008

Viren, Bakterien, Milben – Bienen können wie alle Tiere von Krankheitserregern und Parasiten befallen werden. Tierärzte sind auch für dieses kleine aber bedeutende Nutztier zuständig, besonders wenn es um Bienenseuchen oder um das Lebensmittel Honig geht. Am 8. November startet in Leipzig der „1. Weiterbildungskurs Bienen“, der tierärztlichem Nachwuchs zusätzliches Fachwissen über den „Patient Biene“ vermittelt. Bienen sind bekannt als Honiglieferanten – ökologisch und wirtschaftlich viel bedeutender sind sie aber, wenn sie beim Nektarsammeln Blüten bestäuben. Ohne Bienen gäbe es nur kärgliche Ernten: Der Deutsche Imkerverband schätzt, dass Bienen nach Rind und Schwein den dritten Platz der wichtigsten Nutztiere einnehmen mit einem volkswirtschaftlichen Nutzen von zwei Milliarden Euro.

Tierärzte sorgen neben den Imkern für die Gesundheit der Bienenvölker. Schon allein die Bienenseuchen-Verordnung listet fünf Krankheiten auf, bei denen die Kompetenz des Amtstierarztes gefragt ist. Bienen sind nicht nur als Insekten eine ganz spezielle Klientel, sondern auch, weil „der Patient“ immer gleich ein ganzes Volk ist. Außerdem gibt es zurzeit nur eine Bienenkrankheit (Varroose), die mit Medikamenten behandelt werden darf: Dies hilft, Honig frei von Rückständen zu halten – für die Überwachung sind, wie bei allen Lebensmitteln tierischer Herkunft,die Veterinärbehörden zuständig.

Der erste „Weiterbildungskurs Bienen“ wird federführend von der Sächsischen Landestierärztekammer ausgerichtet im Verbund der „Mitteldeutschen Tierärztekammern“ (Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen) und richtet sich bundesweit an den tierärztlichen Nachwuchs. Der Kurs ist ein Bestandteil der Weiterbildung zur offiziell anerkannten „Zusatzbezeichnung Bienen“ oder – in anderen Bundesländern – zum „Fachtierarzt für Bienen“. Er findet statt in vier je zweitägigen Modulen in der Veterinärmedizinischen Fakultät der Universität Leipzig ab 8./9. November bis 13./14. Juni 2009.

Ihre Fragen zum Thema beantwortet gerne:
Dr. med. vet. Heike Aupperle, Kursleiterin, Fachtierärztin für Bienen,
Tel.(03 41) 9 73 82 77
Weitere Infos: hier
Hintergrundinformationen: hier


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